Verminderte Eizellreserve und IVF im natürlichen Zyklus in Barcelona

Hoffnung für Patientinnen mit verminderter Eizellreserve
Die Diagnose einer verminderten Eizellreserve kann beängstigend und entmutigend sein. Das gilt besonders dann, wenn Sie bereits abgebrochene IVF-Zyklen, eine schwache Reaktion auf die hormonelle Stimulation oder erfolglose IVF-Behandlungen erlebt haben.
Eine verminderte Eizellreserve bedeutet, dass die Anzahl der in den Eierstöcken verfügbaren Eizellen reduziert ist. Bei manchen Frauen bedeutet dies auch, dass die Eierstöcke selbst auf hohe Medikamentendosen im Rahmen einer konventionellen IVF-Stimulation nur unzureichend reagieren.
Am Instituto CEFER Barcelona konzentriert sich die auf eine verminderte Eizellreserve spezialisierte Abteilung unter der Leitung von Dr. Markus Nitzschke auf Frauen, bei denen noch eine realistische Chance besteht, mit eigenen Eizellen schwanger zu werden. Dieser Ansatz ist besonders für jüngere Patientinnen relevant, häufig im Alter zwischen 35 und 40 Jahren, bei denen eine IVF mit eigenen Eizellen noch sinnvoll sein kann. Er richtet sich auch an jüngere Frauen, bei denen sich eine vorzeitige Menopause abzeichnet.
Für Frauen über 40 bis 45 Jahre ist dieser Ansatz in der Regel weniger geeignet, insbesondere wenn die Erfolgsaussichten mit eigenen Eizellen sehr gering sind und eine Eizellspende eine realistischere Möglichkeit darstellen könnte.
Vielen Patientinnen mit verminderter Eizellreserve wird frühzeitig empfohlen, direkt eine Eizellspende in Betracht zu ziehen. In ausgewählten Fällen kann ein stärker individualisierter IVF-Ansatz jedoch dabei helfen, herauszufinden, ob eine Behandlung mit eigenen Eizellen weiterhin sinnvoll ist.
Was ist eine IVF im natürlichen Zyklus bei verminderter Eizellreserve?
Bei einer IVF im natürlichen Zyklus (Natural Cycle IVF) wird die Eizelle genutzt, die der Körper während eines Menstruationszyklus auf natürliche Weise auswählt. Anders als bei der konventionellen IVF wird nicht versucht, die Eierstöcke zur Produktion möglichst vieler Eizellen anzuregen.
Bei einer modifizierten IVF im natürlichen Zyklus (Modified Natural Cycle IVF) können unterstützend niedrig dosierte Medikamente eingesetzt werden. Das Ziel bleibt jedoch, die Eierstöcke nicht durch eine hoch dosierte hormonelle Stimulation zu überlasten.
Am Instituto CEFER Barcelona wird die Behandlung an Ihre individuellen biologischen Voraussetzungen angepasst und nicht an ein standardisiertes Protokoll. Anhand Ihrer Krankengeschichte, Hormonwerte, Ultraschallbefunde und bisherigen Reaktion auf IVF-Behandlungen kann das Team eine IVF im natürlichen Zyklus, eine modifizierte IVF im natürlichen Zyklus oder eine IVF mit minimaler Stimulation in Betracht ziehen.
Dieser Behandlungsansatz kann besonders relevant sein, wenn bei Ihnen folgende Situationen vorliegen:
- ein niedriger Wert des Anti-Müller-Hormons (AMH),
- ein erhöhter FSH-Wert,
- eine geringe Antralfollikelzahl im Ultraschall,
- ein schwaches Ansprechen auf eine konventionelle hormonelle Stimulation,
- nur wenige gewonnene Eizellen bei früheren IVF-Behandlungen,
- abgebrochene IVF-Zyklen vor der Eizellentnahme,
- wiederholt erfolglose IVF-Behandlungen ohne eindeutige Erklärung,
- die Empfehlung zu einer Eizellspende, obwohl Sie weiterhin sicher abklären möchten, welche Möglichkeiten mit Ihren eigenen Eizellen bestehen.
Jeder Fall muss individuell beurteilt werden. Eine IVF im natürlichen Zyklus ist keine universelle Lösung. Sie kann jedoch eine rationale und wissenschaftlich fundierte Alternative darstellen, wenn eine konventionelle hoch dosierte Stimulation keinen erkennbaren zusätzlichen Vorteil mehr bietet.
Warum eine hoch dosierte Stimulation bei verminderter Eizellreserve möglicherweise nicht funktioniert
Laut Dr. Markus Nitzschke besteht einer der wichtigsten Aspekte bei der Behandlung einer verminderten Eizellreserve nicht einfach darin, die Dosis der Stimulationsmedikamente zu erhöhen. Entscheidend ist vielmehr, zu verstehen, wie Ihre Eierstöcke auf die Stimulation reagieren.
Bei manchen Frauen mit verminderter Eizellreserve verbessern sehr hohe FSH-Dosen das Behandlungsergebnis nicht. Stattdessen kann eine starke Stimulation die Eierstöcke in manchen Fällen überlasten, die normale Entwicklung kleinerer Follikel beeinträchtigen oder dazu führen, dass ein einzelner Follikel zu schnell wächst.
In solchen Fällen kann die Eizellqualität beeinträchtigt werden. Auch ein frischer Embryotransfer ist möglicherweise nicht die beste Option, wenn das Endometrium, also die Gebärmutterschleimhaut, nicht ausreichend vorbereitet ist.
Deshalb ist es für Patientinnen mit verminderter Eizellreserve nicht immer die beste Strategie, dasselbe hoch dosierte IVF-Protokoll immer wieder zu wiederholen.
Bei verminderter Eizellreserve kommt es auf das richtige Timing an
Bei einer IVF mit verminderter Eizellreserve kann der richtige Zeitpunkt genauso wichtig sein wie die medikamentöse Behandlung.
Dr. Markus Nitzschke setzt auf eine sorgfältige Überwachung, minimale Stimulation und eine individuell abgestimmte zeitliche Planung. Das Ziel besteht nicht immer darin, innerhalb eines Zyklus möglichst viele Eizellen zu gewinnen. In manchen Fällen kann bereits die Gewinnung von ein oder zwei Eizellen wertvoll sein, wenn der Zyklus optimal geplant und sorgfältig begleitet wird.
Für Patientinnen mit verminderter Eizellreserve zählt jeder einzelne Follikel. Deshalb orientieren sich die Behandlungsentscheidungen daran, wie Ihre Eierstöcke tatsächlich reagieren, und nicht ausschließlich an allgemeinen IVF-Protokollen.
Embryo Banking bei verminderter Eizellreserve
Ein wichtiger Bestandteil der Behandlungsstrategie ist das sogenannte Embryo Banking (Ansammeln und Einfrieren von Embryonen).
Beim Embryo Banking werden mehrere stimulierte oder natürliche IVF-Zyklen durchgeführt, um über einen längeren Zeitraum Embryonen zu gewinnen und zu sammeln. Anstatt sich ausschließlich auf einen einzigen Zyklus zu verlassen, besteht das Ziel darin, schrittweise eine kleine Anzahl von Embryonen oder Blastozysten anzusammeln, bevor die nächsten Behandlungsschritte geplant werden.
Dafür sind häufig etwa drei bis fünf Zyklen erforderlich.
Patientinnen sollten wissen, dass hierfür in der Regel mehrere Reisen in die Klinik zur Eizellentnahme notwendig sind. Jeder Aufenthalt in Barcelona kann einige Tage dauern, üblicherweise etwa fünf Tage, abhängig von der Überwachung des Zyklus und dem Zeitpunkt der Eizellentnahme.
Ziel ist es, über mehrere Zyklen hinweg Embryonen zu gewinnen und einzufrieren, um eine realistischere Behandlungsplanung zu ermöglichen, bevor ein Embryotransfer in Betracht gezogen wird.
Der erste IVF-Zyklus dient häufig auch der Diagnostik
Am CEFER Barcelona kann der erste IVF-Zyklus als diagnostischer Zyklus betrachtet werden.
Das bedeutet, dass der erste Zyklus Dr. Markus Nitzschke hilft zu verstehen, wie Ihre Eierstöcke reagieren, ob eine Eizelle gewonnen werden kann, ob eine Befruchtung stattfindet, ob sich ein Embryo entwickelt und ob das Blastozystenstadium erreicht werden kann.
Diese Informationen sind wichtig, da sie als Grundlage für die weiteren Behandlungsentscheidungen dienen.
Für Patientinnen mit verminderter Eizellreserve kann dies besonders wertvoll sein. Anstatt sich ausschließlich auf Annahmen aufgrund des Alters, des AMH-Werts oder früherer Behandlungsergebnisse zu stützen, untersucht die Klinik genau, wie Ihre Eierstöcke tatsächlich reagieren.
Für wen ist die Abteilung für verminderte Eizellreserve geeignet?
Die spezialisierte Abteilung für verminderte Eizellreserve am CEFER Barcelona richtet sich an Patientinnen, die einen stärker personalisierten, sorgfältig geplanten und realistischen IVF-Behandlungsansatz benötigen.
Sie kann für Frauen unter 40 Jahren geeignet sein, insbesondere für Patientinnen zwischen 35 und 40 Jahren, die eine verminderte Eizellreserve haben, bei denen aber noch eine Chance besteht, mit eigenen Eizellen schwanger zu werden.
Auch für Patientinnen, die von anderen Kliniken abgelehnt wurden, abgebrochene IVF-Zyklen erlebt haben, schlecht auf die hormonelle Stimulation reagiert haben oder denen direkt zu einer Eizellspende geraten wurde, kann dieser Ansatz relevant sein.
Eine solche individuelle Beurteilung kann dabei helfen, zu klären, ob eine IVF mit eigenen Eizellen weiterhin sinnvoll ist oder ob ein anderer Behandlungsweg bessere Chancen auf eine Schwangerschaft bietet.
Warum Erfahrung bei IVF mit verminderter Eizellreserve so wichtig ist
Dr. Markus Nitzschke hat in den vergangenen 15 Jahren Hunderte Patientinnen mit verminderter Eizellreserve behandelt. Im Laufe dieser Zeit hat er bestimmte Muster in der Reaktion der Eierstöcke auf die Stimulation beobachtet, die bei der Planung und Anpassung der Behandlung hilfreich sein können.
Diese Erfahrung ist wichtig, weil die Behandlung einer verminderten Eizellreserve häufig einen anderen Ansatz erfordert. Standardisierte IVF-Protokolle funktionieren nicht bei jeder Patientin gleich gut. Manche Frauen benötigen Behandlungsstrategien mit weniger medizinischen Eingriffen, ein präzises Timing und einen stärker individualisierten medizinischen Plan.
Für Patientinnen, die bereits Enttäuschungen erlebt haben, kann dies etwas besonders Wichtiges bieten: ein klareres Verständnis dafür, welche Möglichkeiten noch bestehen und welche Erfolgsaussichten realistisch sind.
Über Dr. Markus Nitzschke
Dr. Markus Nitzschke ist ein deutscher Spezialist mit doppelter fachärztlicher Qualifikation in Gynäkologie und Geburtshilfe sowie Reproduktionsendokrinologie und Infertilität. Er verfügt über umfassende Expertise in der IVF im natürlichen Zyklus (Natural Cycle IVF) und der IVF mit minimaler Stimulation (Minimal Stimulation IVF), insbesondere bei Frauen mit verminderter Eizellreserve.
Sein klinischer Ansatz konzentriert sich auf individualisierte IVF-Strategien mit möglichst geringer medizinischer Intervention. Diese sind insbesondere für Patientinnen gedacht, deren Eierstöcke auf eine konventionelle hoch dosierte Stimulation nur unzureichend reagieren.
Seine Ausbildung im Bereich der IVF im natürlichen Zyklus basiert auf den Behandlungsansätzen aus Bern, dem New Hope Fertility Center in New York und der Kato Ladies Clinic in Tokio. Er hat Behandlungskonzepte für IVF im natürlichen Zyklus, IVF mit minimaler Stimulation, kostengünstige IVF sowie die Behandlung einer verminderten Eizellreserve in mehreren internationalen Kinderwunschkliniken eingeführt.
Derzeit leitet er die Abteilung für IVF im natürlichen Zyklus, IVF mit minimaler Stimulation und verminderte Eizellreserve am Instituto CEFER in Barcelona.
Dr. Nitzschke ist außerdem Mitherausgeber des bei Springer erschienenen Fachbuchs Minimal Stimulation and Natural Cycle In Vitro Fertilization, was seine wissenschaftliche Expertise auf diesem spezialisierten Gebiet zusätzlich unterstreicht.

