Leihmutterschaft: Kosten, Länder, Rechtslage 2026

Kurz gesagt: Eine Leihmutterschaft kostet je nach Land zwischen rund 40.000 Euro in der Ukraine und mehr als 200.000 US-Dollar in den USA. In Deutschland ist sie verboten, Wunscheltern machen sich aber nicht strafbar, wenn sie ins Ausland gehen. Innerhalb der EU ist Griechenland das einzige Land, das Ausländern eine gesetzlich geregelte, altruistische Leihmutterschaft erlaubt.
Ein Hinweis vorab: Kinderwunsch im Ausland vermittelt keine Leihmutterschaft und arbeitet nicht mit Leihmutterschaftsagenturen zusammen. Wir vergleichen IVF-Kliniken und Kliniken für Eizellspende im Ausland. Diesen Ratgeber gibt es trotzdem, weil uns jede Woche Frauen schreiben, die nach einer Leihmutter suchen und dabei eine Option übersehen, die medizinisch einfacher, rechtlich klarer und deutlich günstiger ist: die Eizellspende im Ausland. Welche Option zu welcher Situation passt, steht weiter unten in diesem Artikel.
Die Leihmutterschaft ist eine von mehreren Methoden der Reproduktionsmedizin. Eine andere Frau trägt das Kind aus, meist aus einem Embryo, der mit den Eizellen der Wunschmutter oder einer Spenderin und dem Samen des Wunschvaters oder eines Spenders entstanden ist. Sie kommt für Frauen in Frage, die keine Gebärmutter mehr haben oder für die eine Schwangerschaft ein ernstes Gesundheitsrisiko wäre, und für alleinstehende Männer und männliche Paare.
Was kostet eine Leihmutterschaft?
Die Kosten hängen zuerst vom Land ab. In den meisten Ländern, die Leihmutterschaft überhaupt erlauben, darf die Leihmutter nur ihre angemessenen Auslagen erstattet bekommen (altruistische Leihmutterschaft). In wenigen Ländern darf sie darüber hinaus bezahlt werden (kommerzielle Leihmutterschaft). Das erklärt den größten Teil der Preisunterschiede.
| Land | Gesamtkosten (Richtwert) | Modell | Für deutsche Wunscheltern möglich? |
|---|---|---|---|
| USA | 120.000 bis 220.000 US-Dollar | kommerziell | ja, auch für männliche Paare und Singles |
| Kanada | 80.000 bis 140.000 Euro | altruistisch | ja, lange Wartezeiten auf eine Leihmutter |
| Ukraine | 40.000 bis 80.000 Euro | kommerziell | nur verheiratete heterosexuelle Paare mit medizinischer Indikation |
| Georgien | 40.000 bis 70.000 Euro | kommerziell | bisher ja, ein Verbot für Ausländer ist seit 2023 angekündigt |
| Griechenland | 60.000 bis 100.000 Euro | altruistisch, Aufwandsentschädigung bis etwa 10.000 Euro | ja, nur heterosexuelle Paare und alleinstehende Frauen, mit Gerichtsbeschluss |
| Vereinigtes Königreich | 50.000 bis 80.000 Pfund | altruistisch | praktisch kaum, Vereinbarungen sind nicht bindend |
| Tschechien, Polen | keine festen Preise | nicht geregelt | rechtlich unsicher, nicht empfehlenswert |
| Spanien, Italien, Frankreich, Deutschland | – | verboten | nein |
Zum Vergleich: Eine IVF mit Eizellspende kostet in Spanien, Tschechien oder Griechenland zwischen 4.000 und 12.000 Euro pro Behandlung, Medikamente und Reise kommen hinzu. Das ist etwa ein Zehntel einer Leihmutterschaft in den USA. Was einzelne Kliniken verlangen, zeigt unser IVF-Kostenrechner; die günstigsten Länder vergleichen wir unter Günstigste IVF in Europa.
Warum die Preise so stark schwanken und was darin enthalten ist
Der größte Posten ist die medizinische Behandlung. Dazu gehören die Stimulation und Eizellentnahme bei der Wunschmutter oder einer Spenderin, die Befruchtung im Labor, oft eine genetische Untersuchung der Embryonen, der Transfer bei der Leihmutter und bei Bedarf weitere Versuche. Werden Spendereizellen oder Spendersamen gebraucht, steigt der Preis.
Der zweite Posten ist die Leihmutter selbst. In kommerziellen Programmen bekommt sie eine Grundvergütung und zusätzliche Zahlungen, etwa bei Verdienstausfall, Mehrlingsschwangerschaft oder Kaiserschnitt. In altruistischen Programmen werden nur Auslagen erstattet, in Griechenland bis zu einer gesetzlichen Obergrenze.
Der dritte Posten sind Agentur, Anwälte und Versicherungen. Eine Agentur sucht und prüft die Leihmutter, organisiert das Matching, begleitet die Schwangerschaft und die Behörden. Anwälte sind in jedem Fall nötig: für den Vertrag im Behandlungsland und für die Anerkennung der Elternschaft in Deutschland. Eine Krankenversicherung für die Leihmutter und das Neugeborene ist vor allem in den USA ein hoher Einzelposten.
Fragen Sie deshalb immer nach einem Gesamtpreis und danach, was nicht enthalten ist: weitere Transferversuche, Medikamente, Spendereizellen, Reise und Unterkunft, Anwaltskosten in Deutschland, Dolmetscher und die Kosten für Pass und Geburtsurkunde des Kindes.
In welchen Ländern ist Leihmutterschaft erlaubt?
Kommerzielle Leihmutterschaft ist in den meisten US-Bundesstaaten, in der Ukraine und in Georgien erlaubt. Altruistische Leihmutterschaft ist in Kanada, Griechenland, dem Vereinigten Königreich, Portugal und den Niederlanden geregelt, in Portugal und den Niederlanden aber nur für Einheimische oder unter engen Bedingungen. Tschechien und Polen haben kein Gesetz dazu. Deutschland, Spanien, Frankreich, Italien, Österreich und die Schweiz verbieten die Leihmutterschaft. Eine vollständige, laufend aktualisierte Übersicht aller Länder führt die englische Wikipedia unter Surrogacy laws by country.
Kosten der Leihmutterschaft in den USA
Die USA sind das teuerste Land für eine Leihmutterschaft. Eine Leihmutterschaft in den USA kostet zwischen 120.000 und 220.000 US-Dollar, darin enthalten sind Klinik, Agentur, Anwälte, Versicherung und die Vergütung der Leihmutter, die mit 40.000 bis 70.000 Dollar etwa ein Drittel bis die Hälfte ausmacht. Dafür bekommen Wunscheltern das rechtlich sicherste Verfahren: In Bundesstaaten wie Kalifornien, Nevada, Washington, Colorado, Pennsylvania, New Jersey oder Michigan (seit April 2025) stellt ein Gericht noch vor der Geburt fest, wer die Eltern sind. Auch männliche Paare und alleinstehende Männer können in den USA eine Leihmutterschaft durchführen. Der Fall Jens Spahn, dessen Sohn im Juli 2026 von einer Leihmutter in den USA geboren wurde, hat diesen Weg in Deutschland bekannt gemacht.
Kosten der Leihmutterschaft in Kanada
In Kanada ist nur die altruistische Leihmutterschaft erlaubt. Die Leihmutter darf keine Vergütung bekommen, nur den Ersatz ihrer Auslagen. Eine Leihmutterschaft in Kanada kostet zwischen 80.000 und 140.000 Euro, inklusive Klinik, Agentur, Anwälten und Versicherung. Weil es keine Bezahlung gibt, finden sich wenige Leihmütter, und Wunscheltern warten oft ein bis zwei Jahre auf ein Matching.
Kosten der Leihmutterschaft in der Ukraine
Die Ukraine erlaubt die kommerzielle Leihmutterschaft seit 1997, aber nur für verheiratete heterosexuelle Paare, bei denen die Frau aus medizinischen Gründen kein Kind austragen kann. Eine Leihmutterschaft in der Ukraine kostet zwischen 40.000 und 80.000 Euro, inklusive medizinischer Behandlung, Vertrag und Vergütung der Leihmutter. Die Programme laufen auch im Krieg weiter, vor allem in Kiew und im Westen des Landes. Wunscheltern müssen die Reise, die Sicherheitslage und die Frage einplanen, wie sie das Kind nach der Geburt nach Deutschland bringen; die deutsche Botschaft stellt Pässe nur aus, wenn die Elternschaft nach deutschem Recht feststeht. Für IVF und Eizellspende ohne Leihmutter beschreiben wir das Land unter IVF-Behandlung in der Ukraine.
Kosten der Leihmutterschaft in Georgien
Georgien erlaubt die kommerzielle Leihmutterschaft für verheiratete heterosexuelle Paare. Eine Leihmutterschaft in Georgien kostet zwischen 40.000 und 70.000 Euro. Die Regierung hat 2023 angekündigt, Leihmutterschaft für ausländische Wunscheltern zu verbieten und für Georgier nur noch altruistisch zuzulassen; der Gesetzentwurf wurde seitdem mehrfach verschoben. Wer Georgien in Betracht zieht, sollte den aktuellen Stand vor jeder Zahlung anwaltlich prüfen lassen. Die deutsche Botschaft in Tiflis weist in ihrem Merkblatt darauf hin, dass eine georgische Geburtsurkunde mit den Namen der Wunscheltern in Deutschland nicht automatisch anerkannt wird. Die Kliniken des Landes und ihre Programme ohne Leihmutterschaft stehen unter IVF-Behandlung in Georgien.
Kosten der Leihmutterschaft in Griechenland
Griechenland ist das einzige EU-Land, in dem Ausländer eine gesetzlich geregelte Leihmutterschaft durchführen können. Grundlage sind die Artikel 1455 bis 1460 des griechischen Zivilgesetzbuchs. Erlaubt ist sie für heterosexuelle Paare, verheiratet oder nicht, und für alleinstehende Frauen, wenn die Wunschmutter nachweislich kein Kind austragen kann; männliche Paare und alleinstehende Männer sind ausgeschlossen. Ein Gericht muss die Vereinbarung vor der Behandlung genehmigen. Die Leihmutter darf nicht bezahlt werden, eine Aufwandsentschädigung ist bis etwa 10.000 Euro erlaubt. Eine Leihmutterschaft in Griechenland kostet insgesamt zwischen 60.000 und 100.000 Euro. Griechenland ist zugleich eines der beliebtesten Länder deutscher Patientinnen für IVF mit Eizellspende, mit einer Altersgrenze von 54 Jahren; mehr dazu in unserem Ratgeber IVF-Behandlung in Griechenland.
Leihmutterschaft in Tschechien und Polen
Tschechien und Polen haben kein Gesetz zur Leihmutterschaft. Sie ist weder erlaubt noch verboten, Verträge sind nicht durchsetzbar, und die Frau, die das Kind zur Welt bringt, ist rechtlich die Mutter. Einzelne Kliniken in Tschechien bieten altruistische Leihmutterschaft an, meist wenn die Wunscheltern die Leihmutter selbst mitbringen. Für deutsche Wunscheltern ist dieser Weg rechtlich zu unsicher. Für IVF und Eizellspende sind beide Länder dagegen gut geregelt; eine Übersicht der Kliniken finden Sie unter Kinderwunschkliniken in Tschechien, die Prager Kliniken im Vergleich unter Die besten Kinderwunschkliniken in Prag und Polen unter IVF-Behandlung in Polen. Polen kennt keine Altersgrenze für die Eizellspende.
Leihmutterschaft in den Niederlanden, Portugal und dem Vereinigten Königreich
Die Niederlande erlauben die altruistische Leihmutterschaft, in der Praxis fast nur für Paare, die in den Niederlanden leben und die Leihmutter selbst kennen. Portugal hat die altruistische Leihmutterschaft gesetzlich zugelassen, die Umsetzung läuft aber seit Jahren schleppend und ist auf Frauen ohne Gebärmutter beschränkt. Im Vereinigten Königreich ist die Leihmutterschaft legal, Vereinbarungen sind jedoch rechtlich nicht bindend, und die Leihmutter bleibt bis zur gerichtlichen Elternschaftsübertragung die rechtliche Mutter. Eine Leihmutterschaft im Vereinigten Königreich kostet zwischen 50.000 und 80.000 Pfund. Für Wunscheltern aus Deutschland spielen diese drei Länder kaum eine Rolle. Als Ziel für IVF mit Eizellspende und für die ROPA-Methode ist Portugal dagegen interessant; mehr dazu unter IVF-Behandlung in Portugal.
Spanien und Italien: verboten
Spanien verbietet die Leihmutterschaft; Verträge sind nach dem Gesetz 14/2006 nichtig. Spanische Kliniken können aber Eizellspende, Embryonenspende und die Vorbereitung von Embryonen anbieten, die dann in ein Land mit Leihmutterschaft überführt werden. Italien geht am weitesten: Es stellt seit kurzem auch die im Ausland durchgeführte Leihmutterschaft für italienische Staatsbürger unter Strafe. Was spanische Kliniken für deutsche Patientinnen anbieten, lesen Sie unter Kinderwunschkliniken in Spanien. Die Altersgrenze für die Eizellspende liegt in Spanien bei 50 Jahren; Details in Eizellspende in Spanien: Altersgrenze, Chancen und Voraussetzungen und IVF über 50 in Spanien.
Rechtslage in Deutschland (Stand Oktober 2026)
In Deutschland ist die Leihmutterschaft verboten. Das Embryonenschutzgesetz stellt Ärzte unter Strafe, die bei einer Frau eine künstliche Befruchtung vornehmen, die bereit ist, ihr Kind nach der Geburt dauerhaft abzugeben (§ 1 Abs. 1 Nr. 7 ESchG). Das Adoptionsvermittlungsgesetz verbietet die Vermittlung von Leihmüttern und die Werbung dafür (§§ 13c bis 14b AdVermiG). Die Wunscheltern und die Leihmutter selbst machen sich nicht strafbar, auch nicht, wenn sie die Leihmutterschaft im Ausland durchführen. Rechtliche Mutter ist nach § 1591 BGB immer die Frau, die das Kind geboren hat. Was das Embryonenschutzgesetz sonst noch verbietet und erlaubt, erklärt unser Ratgeber Künstliche Befruchtung in Deutschland: Rechtliche Lage und Behandlungsmöglichkeiten.
Die Anerkennung der Elternschaft nach einer Leihmutterschaft im Ausland ist seit einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs aus dem Jahr 2014 möglich, wenn ein ausländisches Gericht die Elternschaft festgestellt hat und mindestens ein Wunschelternteil genetisch mit dem Kind verwandt ist. Im Mai 2026 hat der BGH ergänzt, dass bei fehlender genetischer Verwandtschaft eine Adoption nötig ist. Ohne gerichtliche Feststellung, etwa nur mit einer ukrainischen oder georgischen Geburtsurkunde, muss die Wunschmutter das Kind in Deutschland in der Regel adoptieren.
Die Diskussion über eine Lockerung ist nach dem Fall Spahn im Juli 2026 kurz aufgeflammt und wieder abgeebbt. Familienministerin Karin Prien und die CDU haben erklärt, dass der Koalitionsvertrag keine Änderung des Verbots vorsieht; Justizministerin Stefanie Hubig hatte bereits im Mai 2026 keine Änderung in Aussicht gestellt. Anders sieht es bei der Eizellspende aus: Gesundheitsministerin Nina Warken hat im März 2026 vorgeschlagen, die Spende bereits entnommener Eizellen zu erlauben; SPD und Grüne zeigen sich offen, ein Gesetzentwurf liegt noch nicht vor. Bis dahin bleibt die Eizellspende für Patientinnen aus Deutschland eine Behandlung im Ausland.
Unter den 198 Befragten aus Deutschland, Österreich und der Schweiz wurde die restriktive Gesetzgebung 120-mal als Grund für den Weg ins Ausland genannt, doppelt so oft wie der zweithäufigste Grund, die Verfügbarkeit der gewünschten Behandlung mit 60 Nennungen. 51 Prozent dieser Gruppe suchten eine Behandlung mit gespendeten Eizellen.
Quelle: Warum so viele Paare aus Deutschland, Österreich und der Schweiz für die Kinderwunschbehandlung ins Ausland gehen, Kinderwunsch-im-Ausland.de, IVF-Media-Patientenbefragung unter 1.189 Patientinnen und Patienten, davon 198 aus dem deutschsprachigen Raum
Leihmutterschaft oder Eizellspende: welche Option passt zu Ihrer Situation?
Viele Frauen, die nach einer Leihmutter suchen, haben mehrere eigene IVF-Versuche hinter sich oder sind über 43 und gehen davon aus, dass ihr Körper eine Schwangerschaft nicht mehr schafft. In den meisten dieser Fälle liegt das Problem nicht an der Gebärmutter, sondern an der Qualität der Eizellen. Dann ist eine IVF mit Spendereizellen die medizinisch naheliegende Option: Die Wunschmutter trägt das Kind selbst aus, die Erfolgsraten pro Transfer liegen in guten Kliniken bei 50 bis 65 Prozent, und das Kind ist von Geburt an rechtlich ihr Kind. Kliniken mit großen Eizellspendeprogrammen und deutschsprachiger Betreuung sind zum Beispiel Instituto Bernabeu und IVI in Spanien sowie IVF CUBE und Gynem in Prag. Warum die Erfolgsraten der Kliniken so unterschiedlich ausfallen, erklären wir in Warum gibt es so viele Unterschiede bei den Erfolgsquoten von Eizellspenden im Ausland?.
| Ihre Situation | Naheliegende Option | Wo möglich |
|---|---|---|
| Mehrere gescheiterte IVF-Zyklen, schlechte Eizellqualität, Alter über 43 | IVF mit Eizellspende | Spanien, Tschechien, Griechenland, Portugal, Nordzypern |
| Keine eigenen Eizellen und kein Partnersperma | Embryonenspende | Spanien, Tschechien, Griechenland |
| Wiederholtes Einnistungsversagen bei guten Embryonen | Abklärung der Gebärmutterschleimhaut, Immunologie, PGT-A, dann erneuter Transfer | spezialisierte Kliniken in Spanien und Tschechien |
| Über 50 Jahre, gesund | IVF mit Eizellspende bis 54 | Griechenland |
| Keine Gebärmutter oder Schwangerschaft lebensgefährlich | Leihmutterschaft | USA, Griechenland, Ukraine, Georgien |
| Männliches Paar oder alleinstehender Mann | Leihmutterschaft | USA, Kanada |
Bei schlechter Eizellqualität oder mehreren gescheiterten IVF-Zyklen ist die Eizellspende die naheliegende Option, nicht die Leihmutterschaft. Was in diesem Alter medizinisch möglich ist, erklärt unser Ratgeber Kinderwunsch über 45 oder 50: Was ist medizinisch möglich?.
Wenn weder eigene Eizellen noch Partnersperma zur Verfügung stehen, ist die Embryonenspende der kürzeste Weg; Kosten und Verfügbarkeit stehen in Embryonenspende: Was ist das, wo bekomme ich sie und wie viel kostet sie?.
Wenn gute Embryonen sich wiederholt nicht einnisten, lohnt sich vor jedem Gedanken an eine Leihmutter eine Abklärung des Einnistungsfensters und der Gebärmutterschleimhaut; echte Fälle beschreiben wir in Endometrialer Faktor und verschobenes Einnistungsfenster und in Wenn IVF kompliziert wird: Einnistungsversagen, PGT und komplexe Fälle.
Frauen über 50 können in Griechenland bis zum Alter von 54 Jahren mit Spendereizellen behandelt werden; die Bedingungen stehen in IVF in Griechenland über 50 und im allgemeinen Ratgeber IVF für über 50-Jährige: Was müssen Sie wissen?.
Dass die Gesetzeslage der Hauptgrund für den Weg ins Ausland ist, zeigt die IVF-Media-Patientenbefragung unter 1.189 Patienten: 61 Prozent der Befragten aus Deutschland, Österreich und der Schweiz nannten die Gesetze im Heimatland als Grund, 51 Prozent zogen eine Behandlung mit Spendereizellen in Betracht. Die vollständigen Ergebnisse stehen unter ivfmedia.org. Welche Länder für eine Eizellspende in Frage kommen und was sie kostet, vergleicht unsere Schwesterseite Eizellspendefreunde.
Nicht sicher, ob eine Leihmutterschaft wirklich nötig ist? Schildern Sie uns kurz Ihre Situation: Alter, bisherige Behandlungen, Befunde. Wir sagen Ihnen unverbindlich, ob eine Eizellspende oder Embryonenspende in Frage kommt und welche Kliniken im Ausland dafür passen. Zur kostenlosen Patientenunterstützung
Leihmutterschaft: häufige Fragen
Wie läuft eine Leihmutterschaft ab?
Zuerst prüfen Klinik und Agentur die medizinische Indikation und die rechtlichen Voraussetzungen im gewählten Land. Dann wird eine Leihmutter ausgewählt und medizinisch und psychologisch untersucht, und alle Beteiligten schließen einen Vertrag; in Griechenland genehmigt ihn ein Gericht, in den USA stellt ein Gericht die Elternschaft fest. Parallel entstehen in der Klinik Embryonen aus den Eizellen der Wunschmutter oder einer Spenderin und dem Samen des Wunschvaters oder eines Spenders. Ein Embryo wird der Leihmutter übertragen, die Schwangerschaft wird von der Klinik begleitet. Nach der Geburt beantragen die Wunscheltern die Geburtsurkunde und bei der deutschen Botschaft den Pass des Kindes. Von der ersten Beratung bis zur Geburt vergehen meist 15 bis 24 Monate. Die Fragen, die Sie jeder Klinik vorher stellen sollten, stehen in Wie wählt man die beste Kinderwunschklinik im Ausland aus?.
In welchen Ländern ist Leihmutterschaft erlaubt?
Kommerzielle Leihmutterschaft für Ausländer ist in den meisten US-Bundesstaaten, in der Ukraine und bisher in Georgien erlaubt. Altruistische Leihmutterschaft für Ausländer ist in Griechenland und Kanada möglich. Deutschland, Österreich, die Schweiz, Spanien, Frankreich und Italien verbieten sie.
Was kostet eine Leihmutterschaft in Europa?
In Europa ist Griechenland mit 60.000 bis 100.000 Euro das einzige EU-Land mit einer für Ausländer offenen, gesetzlich geregelten Leihmutterschaft. Die Ukraine liegt bei 40.000 bis 80.000 Euro, Georgien bei 40.000 bis 70.000 Euro, das Vereinigte Königreich bei 50.000 bis 80.000 Pfund.
Was kostet eine Leihmutterschaft in den USA?
Eine Leihmutterschaft in den USA kostet zwischen 120.000 und 220.000 US-Dollar. Darin enthalten sind die medizinische Behandlung, die Agentur, die Anwälte, die Versicherung und die Vergütung der Leihmutter von 40.000 bis 70.000 Dollar.
Ist Leihmutterschaft in Deutschland strafbar?
Strafbar machen sich Ärzte, die in Deutschland eine Leihmutterschaft durchführen, und Vermittler. Wunscheltern und Leihmütter machen sich nicht strafbar, auch nicht bei einer Leihmutterschaft im Ausland. Die Elternschaft muss aber in Deutschland anerkannt oder durch Adoption hergestellt werden.
Welche Alternativen gibt es zur Leihmutterschaft?
Für Frauen, die selbst schwanger werden können, sind IVF mit Eizellspende, Embryonenspende und eine gezielte Abklärung von Einnistungsproblemen die Alternativen. Sie kosten zwischen 4.000 und 12.000 Euro pro Behandlung und sind in Spanien, Tschechien, Griechenland und Portugal gesetzlich geregelt. Alleinstehende Frauen können in Spanien, Tschechien, Griechenland und Dänemark mit Spendersamen, Spendereizellen oder einer Embryonenspende behandelt werden; mehr dazu unter IVF für alleinstehende Frauen. Für Frauen ohne Gebärmutter und für männliche Paare gibt es außer der Adoption keine Alternative zur Leihmutterschaft.
Sind die Kosten für eine Leihmutterschaft steuerlich absetzbar?
In Deutschland in der Regel nicht. Der Bundesfinanzhof erkennt Kosten einer Kinderwunschbehandlung nur als außergewöhnliche Belastung an, wenn die Behandlung in Deutschland erlaubt wäre; das ist bei der Leihmutterschaft nicht der Fall. Lassen Sie Ihren Einzelfall von einem Steuerberater prüfen. Welche Kosten einer IVF im Ausland Krankenkasse oder Finanzamt übernehmen, steht in Rückerstattung für IVF-Behandlungen im Ausland.
Wie hoch sind die Kosten einer Leihmutterschaft für ein schwules Paar?
Die Kosten sind dieselben wie für ein heterosexuelles Paar, zuzüglich der Kosten für Spendereizellen. Die Auswahl der Länder ist aber kleiner: Griechenland, die Ukraine und Georgien behandeln keine männlichen Paare, es bleiben vor allem die USA und Kanada.
Wie hoch sind die Kosten für eine Leihmutterschaft ohne Agentur?
Ohne Agentur sparen Wunscheltern deren Honorar, in den USA 20.000 bis 40.000 Dollar. Sie müssen dann selbst eine Leihmutter finden, die Untersuchungen organisieren und die Anwälte koordinieren. Bei einer Leihmutterschaft im Ausland ist das ohne Agentur oder spezialisierte Kanzlei kaum machbar.
Was ist billiger: Leihmutterschaft, Eizellspende oder Adoption?
Eine Auslandsadoption kostet in Deutschland meist 15.000 bis 30.000 Euro, eine IVF mit Eizellspende im Ausland 4.000 bis 12.000 Euro pro Versuch, eine Leihmutterschaft 40.000 bis 220.000 Euro. Die Eizellspende ist damit die günstigste Option für alle Frauen, die selbst schwanger werden können.
Verwandte Themen
- Eizellspende im Ausland: Alles, was Sie wissen müssen
- Die besten Länder für IVF im Ausland
- IVF-Kostenrechner: Kinderwunschbehandlung im Ausland
- Kinderwunsch über 45 oder 50: Was ist medizinisch möglich?
- Embryonenspende: Kosten und Verfügbarkeit
- IVF für alleinstehende Frauen
- Doppelte Mutterschaft für lesbische Paare (ROPA-Methode)
- Rückerstattung für IVF-Behandlungen im Ausland
- Wie wählt man die beste Kinderwunschklinik im Ausland aus?
- IVF-Behandlung in Spanien
- IVF-Behandlung in Tschechien
- IVF-Behandlung in Griechenland
- IVF in der Tschechischen Republik: Qualität und Kosten
n
n
n
n
Quellen
- Embryonenschutzgesetz § 1 und Adoptionsvermittlungsgesetz §§ 13c bis 14b, gesetze-im-internet.de
- Bundesgerichtshof, Beschluss vom 10. Dezember 2014, XII ZB 463/13, und Beschluss vom Mai 2026, XII ZB 220/25
- Deutsches Ärzteblatt, 16. Juli 2026: Verbot von Leihmutterschaft – keine Änderung geplant
- Deutsche Botschaft Tiflis: Merkblatt Leihmutterschaft in Georgien
- Griechisches Zivilgesetzbuch, Artikel 1455 bis 1460
- IVF Media: Seeking IVF Treatment Abroad – What 1,189 Patients Told Us, ivfmedia.org
