IVI Valencia Erfahrungen: Was Patientinnen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz wissen sollten
Jede IVI-Klinik der Welt geht auf diese eine zurück. Zwei junge Gynäkologen eröffneten sie im März 1990 in angemieteten Räumen in Valencia, als erste Klinik Spaniens, die sich ausschließlich der Kinderwunschbehandlung widmete. Heute belegt IVI Valencia 3.500 Quadratmeter im Stadtteil Campanar, betreut rund 4.500 Patientinnen im Jahr und bildet das Zentrum einer Gruppe mit knapp 80 Kliniken in neun Ländern und mehr als 250.000 geborenen Babys.
Diese Geschichte ist der Grund, warum Paare aus Köln, Wien und Zürich hierher fliegen. Sie ist auch der Grund, warum die Klinik wie eine sehr gut geölte Maschine wirken kann. Dieser Erfahrungsbericht betrachtet IVI Valencia aus der Sicht einer Patientin aus Deutschland, Österreich oder der Schweiz: was die Klinik bietet, was Patientinnen loben, wo die Kritik ansetzt, und welche Fragen Sie vor einer Entscheidung stellen sollten.
IVI Valencia auf einen Blick
- Lage: Plaza de la Policía Local 3 im Stadtteil Campanar, direkt an der Metrostation Campanar (Linien 1 und 2) und 10 bis 15 Minuten mit dem Taxi vom Flughafen Valencia
- Teil von: IVI, gegründet 1990 in Valencia, heute knapp 80 Kliniken in neun Ländern, mehr als 250.000 geborene Babys, rund 22.000 Behandlungen im Jahr
- Status: Die ursprüngliche und größte Klinik der Gruppe, mit einem 3.500 Quadratmeter großen Gebäude und rund 4.500 Patientinnen im Jahr
- Team: Mehr als 60 Mitarbeitende in zehn medizinischen Einheiten, darunter rund 20 Fachärztinnen und Fachärzte für Reproduktionsmedizin, ein eigenes Eizellspende-Programm, eine Abteilung für Pränatalmedizin, reproduktive Chirurgie, Urologie und Andrologie, Reproduktionsgenetik und psychologische Begleitung
- Deutschsprachig: Dr. Jakob Doblinger betreut viele deutschsprachige Patientinnen; IVI führt Valencia offiziell als Klinik mit deutschsprachigen Ärzten
- Behandlungen: IVF und ICSI, Eizellspende, Doppelspende, IVF mit PGT-A, Insemination, Social Freezing, Embryonenadoption, ROPA für Frauenpaare, PRP bei dünnem Endometrium, TESE bei Azoospermie
- Richtpreise: IVF ab etwa 4.995 Euro, Eizellspende ab etwa 6.995 Euro (Pakete mit garantierten Blastozysten bis rund 14.400 Euro), IVF mit PGT-A ab etwa 8.645 Euro, Social Freezing ab etwa 2.720 Euro, ROPA ab etwa 5.995 Euro, jeweils ohne Medikamente
- Google-Bewertung: 4,7 Sterne bei mehr als 1.550 Bewertungen, 92 Prozent davon mit vier oder fünf Sternen
- Sprachen: Deutsch, Englisch, Französisch, Italienisch und Portugiesisch
- Öffnungszeiten: Dienstag bis Donnerstag bis 21 Uhr und Samstagvormittag, für Spanien ungewöhnlich
Wer steht hinter der Klinik?
Die Professoren Antonio Pellicer und José Remohí waren Studienkollegen an der Universitätsklinik Valencia, hatten in den USA gelernt und kamen mit der Überzeugung zurück, dass das damals liberale spanische Gesetz ihnen eine Chance bot. Sie begannen in einem kleinen Lokal im Viertel Benimaclet, führten im ersten Jahr rund 400 Behandlungen durch und steckten jeden Euro in die Forschung. 2017 fusionierte die Gruppe mit dem amerikanischen Netzwerk RMA zum größten Kinderwunschunternehmen der Welt. Beide Gründer sind bis heute Präsidenten der Gruppe und gehören zu den meistzitierten Forschern der Reproduktionsmedizin.
Die Klinik in Valencia leitet Dr. Ernesto Bosch. Geboren in Philadelphia, ausgebildet in Valencia und an der University of Pennsylvania, kam er 2000 zu IVI, wurde 2010 ärztlicher Leiter der Reproduktionsabteilung und führt die Klinik seit 2019. Er sitzt im Herausgebergremium von Fertility and Sterility, der führenden Fachzeitschrift des Fachs, hat mehr als 80 Fachartikel veröffentlicht und war Mitglied der Arbeitsgruppe, die die europäischen Leitlinien zur ovariellen Stimulation geschrieben hat, nach denen heute auch deutsche Kinderwunschzentren arbeiten. 2026 nahm Forbes ihn in die Liste der besten Ärzte Spaniens auf.
Für deutschsprachige Patientinnen ist Dr. Jakob Doblinger der erste Ansprechpartner. Er taucht in den Bewertungen von Patientinnen aus Deutschland und Österreich am häufigsten auf und wird für individuelle Protokolle gelobt, die viele aus ihren Behandlungen zu Hause nicht kannten. Dazu kommt eine Ärztebank, mit der kaum eine Klinik mithalten kann: Dr. Pilar Alamá leitet das Eizellspende-Programm, Dr. Paula Celada ist medizinische Leiterin der internationalen Abteilung, und Dr. Elena Labarta, Dr. José Bellver, Dr. Jessica Subirá, Dr. Juan Giles, Dr. Alicia Marzal, Dr. Carmina Vidal und Dr. Fabio Cruz werden jeweils in Dutzenden Bewertungen namentlich genannt. Eine eigene Abteilung für Pränatalmedizin unter Dr. Vicente Serra begleitet Schwangerschaften nach dem positiven Test, was in einer Kinderwunschklinik selten ist.
Für Patientinnen heißt das ganz praktisch: Die Menschen, die Sie hier behandeln, veröffentlichen die Evidenz, nach der andere Kliniken arbeiten.
Was deutschsprachige Patientinnen loben
IVI Valencia hat mehr Google-Bewertungen als fast jede andere Kinderwunschklinik Europas. Wir haben die 400 neuesten gelesen, aus dem Zeitraum September 2025 bis Oktober 2026. 365 davon haben fünf Sterne. Das Muster ist eindeutig: Patientinnen nennen ihren Arzt und ihre Pflegekraft beim Namen, und sehr oft kommen sie nach Jahren des Scheiterns anderswo.
Die ausführlichste deutschsprachige Bewertung stammt von einem Paar aus dem Raum Köln. Der Mann hatte eine Azoospermie, das Paar hatte in Deutschland drei ICSI-Versuche mit jeweils nur vier bis sieben Eizellen hinter sich, danach wäre jeder weitere Versuch komplett selbst zu zahlen gewesen:
“Nach reichlicher Recherche fiel unsere Wahl auf die IVI in Valencia. Uns wurden alle folgenden Schritte detailliert erklärt und ein persönlicher, bis ins kleinste Detail beschriebener Plan erstellt. Auch den Transport meiner TESE-Proben aus Deutschland hat IVI einfach großartig gemanagt. Die Stimulation hatte meine Frau vorher selbst in Deutschland durchgeführt, mit den Spritzen und Medikamenten, die wir in Valencia gekauft hatten, alles nach Abstimmung mit dem IVI-Personal, telefonisch oder über das Online-Portal. 20 Eizellen konnten entnommen werden, 12 wurden befruchtet. Meine Frau ist jetzt in der zehnten Woche schwanger. Das IVI-Team ist sehr freundlich, herzlich, hilfsbereit, einfach nur menschlich und zu all dem noch sehr professionell, vor Ort, telefonisch, auch über die Notfallnummer, oder über das Online-Portal. Sprachlich ist das Team ebenfalls sehr breit aufgestellt.”
Patient von IVI Valencia aus Deutschland (gekürzt)
Eine in Deutschland lebende Patientin, die zuvor in Prag und in Deutschland vier Fehlversuche hatte, schreibt über Dr. Doblinger:
“Nach zwei Jahren und vier gescheiterten Versuchen zwischen Prag und Deutschland hatte ich bei IVI beim ersten Versuch mein positives Ergebnis, nur zwei Monate nach der Erstberatung. Ich habe noch Embryonen von sehr guter Qualität für weitere Schwangerschaften, das hat unsere Erwartungen übertroffen. Wir waren in jeder Phase gut informiert, mit einem individuellen Protokoll, das ich in den anderen Ländern nicht hatte. Er hört seinen Patientinnen wirklich zu.”
Patientin von IVI Valencia, wohnhaft in Deutschland
Auch aus der Schweiz kommen Stimmen. Eine Patientin, die nach mehr als zwei Jahren und zwei IVF-Zyklen in einer Schweizer Klinik ohne Erfolg geblieben war, schreibt:
“Dr. Bellver war sehr ehrlich und professionell und hat alle nötigen Untersuchungen gemacht. Wir haben uns für einen letzten IVF-Versuch entschieden, der gut verlief, mit fünf normalen Embryonen, und beim zweiten Transfer wurde ich schwanger. Alles ging sehr schnell. Grüße aus der Schweiz.”
Patientin von IVI Valencia aus der Schweiz
Und ein Paar aus London, das nach Jahren erfolgloser IVF in Valencia erfolgreich war, gibt einen Rat, der auch für deutschsprachige Patientinnen gilt: Wer zum ersten Mal bei IVI ist, sollte die gesamte Behandlung in Valencia machen, statt Teile im Heimatland, weil das für internationale Patientinnen “viel weniger stressig” sei und alles “wie am Schnürchen” laufe.
Weitere wiederkehrende Pluspunkte: eine Erstberatung, die einen klaren Plan statt eines Verkaufsgesprächs liefert, Ärzte, die “keine falschen Erwartungen wecken”, Pflegekräfte, die Fragen zu Medikamenten am selben Tag beantworten, Begleitung bis in die Schwangerschaft durch die Pränatalabteilung, und ein Empfangsteam, das nervöse Patientinnen mit Ruhe empfängt.
Wo es Kritik gibt
IVI Valencia hält 4,7 Sterne bei mehr als 1.550 Google-Bewertungen, der höchste Wert unter den drei großen IVI-Kliniken Spaniens. Rund 92 Prozent aller Bewertungen haben vier oder fünf Sterne, etwa jede sechzehnte einen Stern. Die Klinik antwortet auf praktisch jede Bewertung, auch auf die wütenden. Unter den 400 neuesten sind 27 Ein-Stern-Bewertungen, und sie sammeln sich um vier Punkte.
Der erste ist die Erreichbarkeit. Mehrere Patientinnen, spanische wie ausländische, berichten, dass das Telefon selten abgenommen wird, die Notfallnummer ins Leere laufen kann und nach Behandlungsbeginn alles über das Patientenportal läuft. Eine internationale Patientin schrieb im September 2026:
“Sobald man unterschrieben hat, sollte man nicht erwarten, je wieder mit einem Menschen zu sprechen. Sie kommunizieren nur über ihr Portal, man hat immer mit einer anderen Person zu tun. Es ist sehr unpersönlich, und man fühlt sich wie in einer großen Fabrik. Die Koordinatorinnen machen viele Fehler, man muss wirklich selbst jedes Detail im Blick behalten.”
Patientin von IVI Valencia
Der zweite Punkt ist das Portal selbst. Ein englischsprachiger Patient beklagte, dass die App nur im spanischen App Store verfügbar sei, Nachrichten auf rund 300 Zeichen begrenzt seien und eine dringende Medikamentenfrage deshalb in Fragmente zerlegt werden müsse. Andere loben das Portal ausdrücklich, auch das deutsche Paar oben. Die Erfahrungen gehen also auseinander, aber die Erreichbarkeit per Telefon ist ein Thema, das ernst zu nehmen ist.
Der dritte Punkt ist Geld und die Paketstruktur. Einzelne Patientinnen berichten von 15.000 bis 20.000 Euro ohne Kind und dem Gefühl, die Antwort der Klinik sei immer ein weiterer Zyklus gewesen. Eine Patientin stellte fest, dass die als kostenlos beworbene Online-Erstberatung rund 140 Euro kostete.
Der vierte Punkt ist die Diagnostik. Mehr als eine Patientin zitiert denselben Satz aus der Beratung: Die Klinik suche “nicht nach einer Diagnose, sondern nach der Lösung”. Für manche ist das genau richtig, für andere, vor allem mit Endometriose, Adenomyose oder wiederholten Fehlversuchen, zu wenig. Das Kölner Paar oben erlebte allerdings das Gegenteil: In Valencia wurde ihm ein genetischer Trägertest angeboten, auf den es in Deutschland zwei Monate hatte warten müssen, und alle Ergebnisse lagen innerhalb eines Monats vor.Selbst ein zufriedenes Paar, das Zwillinge erwartet, erwähnt lange Wartezeiten und ein gehetztes Gespräch beim ersten Besuch vor Ort. Die Größe, die IVI Valencia so erfahren macht, ist dieselbe Größe, die einen ersten Besuch wie Fließbandarbeit wirken lassen kann.
Erfolgsraten, ehrlich betrachtet
IVI meldet jeden Zyklus an das Register der spanischen Fertilitätsgesellschaft und lässt die Ergebnisse nach eigenen Angaben extern prüfen. Die Klinik wirbt damit, dass ihre Erfolgsraten 18 bis 23 Prozent über dem spanischen Durchschnitt liegen und dass neun von zehn Patientinnen am Ende ein Kind bekommen. Das sind Marketingzahlen der Gruppe, und die zweite zählt kumulierte Versuche, nicht einen Zyklus.
Valencia ist groß genug, dass die Registerdaten aussagekräftig sind. Die zuletzt veröffentlichten Spannen zeigen für Frauen unter 35 mit eigenen Eizellen Schwangerschaftsraten von grob 38 bis 56 Prozent pro frischem Transfer und 54 bis 66 Prozent pro Kryotransfer, mit Einnistungsraten von rund 50 bis 56 Prozent pro aufgetautem Embryo. In rund 91 Prozent der frischen Zyklen wurde ein einzelner Embryo übertragen, was die Zwillingsrate niedrig hält und für ein Labor spricht, das seinen eigenen Embryonen vertraut.
Zum Vergleich: In Spanien insgesamt führt ein frischer Eizellspende-Transfer in rund 57 Prozent der Fälle zu einer Schwangerschaft, ein Kryotransfer mit Spendereizellen in rund 41 Prozent, ein Transfer mit eigenen Eizellen unter 35 in rund 22 Prozent. IVIs eigene Zahlen für die Gruppe liegen noch höher: rund 64 Prozent pro Transfer bei eigenen Eizellen unter 35 und rund 70 Prozent bei Spendereizellen. Welcher Zahl man auch glaubt, Valencia liegt in der Spitzengruppe.
Die ehrlichen Bewertungen sagen, was die Zahlen nicht sagen können. Ein Paar, das hier Jahre und mehrere Zyklen ohne Erfolg verbrachte, schrieb, es sei “gestrandet und ruiniert” zurückgeblieben. Eine Patientin, die in London alles versucht hatte, wurde erst nach PRP und zusätzlichem Progesteron schwanger. Dieselbe Klinik, dasselbe Labor, beide Geschichten. Fragen Sie nach der Lebendgeburtenrate pro Transfer für Ihr Alter und Ihre Diagnose, und danach, auf wie vielen Zyklen sie beruht.
Rechtslage: Warum Patientinnen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz nach Spanien gehen
Der wichtigste Grund ist das Gesetz. In Deutschland verbietet das Embryonenschutzgesetz von 1990 die Eizellspende bis heute. Eine Expertenkommission hat im April 2024 festgestellt, dass eine Legalisierung unter Bedingungen möglich wäre, die Bundesregierung hat aber im Oktober 2025 bestätigt, dass kein Gesetzentwurf geplant ist. Auch ein PGT-A-Screening der Embryonen, wie IVI es routinemäßig anbietet, ist in Deutschland praktisch nicht möglich.
In Österreich ist die Eizellspende seit 2015 erlaubt, aber nur bis zum 45. Geburtstag der Empfängerin, mit Spenderinnen bis 30 Jahre und nicht anonym. Embryonenspende ist verboten, alleinstehende Frauen haben keinen Zugang, und die Spenderinnenzahl ist klein. In der Schweiz ist die Eizellspende weiterhin verboten. Der Bundesrat hat im Januar 2025 Eckwerte für eine Zulassung beschlossen, ein Gesetzesentwurf soll bis Ende 2026 in die Vernehmlassung gehen.
Spanien bietet das Gegenteil: anonyme, gesetzlich geregelte Eizell-, Samen- und Embryonenspende mit Spenderinnen zwischen 18 und 35, keine Warteliste, Behandlung bis 50 (IVI bis 51), und gleicher Zugang für alleinstehende Frauen und Frauenpaare, inklusive ROPA. Zu beachten: Weil die spanische Spende anonym ist, kann das Kind später keine Auskunft über die Spenderin erhalten.
Anreise und Ablauf aus Deutschland, Österreich und der Schweiz
Der Flughafen Valencia liegt 10 bis 15 Minuten von der Klinik entfernt und hat Direktflüge von Frankfurt, München, Berlin, Düsseldorf, Hamburg, Stuttgart, Wien, Zürich und Basel, die Flugzeit beträgt gut zwei Stunden. Die Klinik liegt direkt an der Metrostation Campanar, zwei Stationen vom Zentrum, ein Auto ist nicht nötig. Valencia ist günstiger als Madrid oder Barcelona, hat einen Stadtstrand, und die Wartetage zwischen Ultraschall und Transfer lassen sich leichter füllen als an den meisten Kinderwunsch-Zielen.
Der Ablauf beginnt mit einer Online-Erstberatung und einem schriftlichen Plan. Das Monitoring kann bei der eigenen Frauenärztin zu Hause stattfinden, die Befunde werden ins Portal hochgeladen. Für IVF mit eigenen Eizellen sind zwei Reisen nötig, eine zur Eizellentnahme und eine zum Transfer, das Kölner Paar oben hat die Stimulation komplett in Deutschland durchgeführt. Für die Eizellspende reicht eine Reise von wenigen Tagen. Ein Partnerunternehmen organisiert auf Wunsch Transfer und Hotel. Mehrere Patientinnen raten dazu, alles in Valencia zu machen, statt das Monitoring auf zwei Länder zu verteilen.
Zur Finanzierung: Die deutschen Krankenkassen übernehmen keine Behandlungen im Ausland, die in Deutschland verboten wären, also weder Eizellspende noch PGT-A. Für IVF oder ICSI im EU-Ausland kann unter bestimmten Bedingungen ein Zuschuss beantragt werden, das sollte vorab geklärt werden. IVIs eigene Finanzierungspläne stehen nach Berichten von Patientinnen nur Personen mit Wohnsitz in Spanien offen.
Fragen, die Sie vor der Entscheidung stellen sollten
Aus dem, was frühere Patientinnen gern vorher gewusst hätten:
- Wie erreiche ich im Notfall einen Menschen, und was passiert, wenn die Notfallnummer nicht abgenommen wird? Lassen Sie sich eine direkte Nummer Ihrer Pflegekraft oder Koordinatorin geben.
- Werde ich von Dr. Doblinger oder einem anderen deutschsprachigen Arzt betreut, und bei jedem Termin von derselben Person? Die Erfahrung hängt hier stark vom Arzt ab, fragen Sie nach einem Namen.
- Funktioniert die Portal-App in meinem App Store, und gibt es eine E-Mail-Adresse für alles, was länger als ein paar Zeilen ist?
Ist die Online-Erstberatung kostenlos, und wenn nicht, was kostet sie? - Kann ich vor jeder Zahlung einen schriftlichen, aufgeschlüsselten Kostenvoranschlag erhalten, inklusive Medikamente, Kryokonservierung, Lagerung, PGT-A, Kryotransfer und der Bedingungen für die Lagerverlängerung?
- Welche Untersuchungen machen Sie vor der Behandlung, und wann würden Sie zu weiterer Abklärung statt zu einem weiteren Zyklus raten?
- Welche Lebendgeburtenrate pro Transfer gilt für mein Alter und meine Diagnose, und auf wie vielen Zyklen beruht sie?
Gute Kliniken beantworten solche Fragen gern, und die Art der Antwort sagt viel aus.
Fazit
IVI Valencia ist der Ort, an dem die moderne spanische Reproduktionsmedizin erfunden wurde, und die Klinik verhält sich bis heute so. Das Labor gehört zu den besten Europas, die Ärzte schreiben die Leitlinien, das Eizellspende-Programm hat keine Warteliste, die Ergebnisse sind unabhängig registriert, und die Klinik behandelt internationale Patientinnen in fünf Sprachen, an jedem Tag der Woche. Paare, die nach Jahren des Scheiterns in Köln, Wien oder Zürich hierherkommen und mit einem Kind nach Hause fahren, sind hier keine Marketinggeschichte, sondern der Großteil der Bewertungen.
Der Preis dafür ist wörtlich und im übertragenen Sinn zu verstehen: Die Behandlung kostet mehr als bei kleineren Mitbewerbern in Valencia, die Pakete verlangen genaues Lesen, und eine Minderheit der Patientinnen, meist solche, deren Zyklen nicht funktionierten, beschreibt eine Klinik, die leicht zu bezahlen und schwer anzurufen war. Die Größe, die eine Ärztebank von 20 Fachärzten ermöglicht, bedeutet auch, dass man beim ersten Besuch wartet und die Person hinter der Portal-Antwort vielleicht nie spricht.
Wer das stärkste medizinische Team, schnelle Spendereizellen und einen Arzt will, der Deutsch spricht, in einer Stadt, die leicht zu erreichen und angenehm zum Warten ist, sollte IVI Valencia ganz oben auf die Liste setzen. Wer eine einzelne vertraute Stimme am Telefon braucht, sollte das vor der Unterschrift zur Bedingung machen oder eine kleinere Klinik wie IVI Alicante in Betracht ziehen. Eine Online-Erstberatung verrät viel, fragen Sie vorab, ob sie kostenlos ist.
Häufige Fragen
Wo liegt IVI Valencia?
An der Plaza de la Policía Local 3 im Stadtteil Campanar in Valencia, Spanien, direkt an der Metrostation Campanar und etwa 15 Minuten vom Flughafen.
Gibt es bei IVI Valencia deutschsprachige Ärzte?
Ja. Dr. Jakob Doblinger betreut viele deutschsprachige Patientinnen, und IVI führt Valencia offiziell als Klinik mit deutschsprachigen Ärzten. Das Team beschreibt sich selbst als sprachlich breit aufgestellt, eine kostenlose deutsche Rufnummer gibt es ebenfalls.
Was kostet die Behandlung bei IVI Valencia?
Richtpreise beginnen bei etwa 4.995 Euro für IVF, 6.995 Euro für Eizellspende, 8.645 Euro für IVF mit PGT-A und 2.720 Euro für Social Freezing, jeweils ohne Medikamente. Eizellspende-Pakete mit garantierten Blastozysten kosten rund 10.000 bis 14.400 Euro, ein Programm mit Geld-zurück-Garantie liegt über 20.000 Euro.
Wie wird die Klinik bewertet?
Sie hält 4,7 Sterne bei mehr als 1.550 Google-Bewertungen, rund 92 Prozent davon mit vier oder fünf Sternen. Das Lob gilt den Ärzten, der Organisation und den Erfolgen nach Fehlversuchen anderswo, die Kritik vor allem der telefonischen Erreichbarkeit, dem Portal und den Paketpreisen.
Ist die Eizellspende in Spanien für deutsche Patientinnen legal?
Ja. Die Behandlung ist in Spanien legal, Patientinnen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz machen sich nicht strafbar, und das Kind gilt rechtlich als Kind der Frau, die es zur Welt bringt.
Sind die Erfolgsraten überprüfbar?
Ja. Die Ergebnisse werden an das offizielle Register der spanischen Fertilitätsgesellschaft gemeldet und extern geprüft.
Ist IVI Valencia die ursprüngliche IVI-Klinik?
Ja. IVI steht für Instituto Valenciano de Infertilidad, und die 1990 eröffnete Klinik in Valencia war die erste in Spanien, die sich ausschließlich der Kinderwunschbehandlung widmete. Jede andere IVI-Klinik ist aus ihr hervorgegangen.
