Kurz gesagt: Die Eizellspende ist in Deutschland verboten, in fast allen Nachbarländern aber erlaubt. Patientinnen aus Deutschland lassen sich vor allem in Spanien, Tschechien, Griechenland, Portugal und Nordzypern behandeln. Eine IVF mit gespendeten Eizellen kostet dort 4.000 bis 11.000 Euro pro Behandlung, eine Spenderin wird meist innerhalb von vier bis acht Wochen gefunden, und die Altersgrenzen reichen von 45 Jahren in Dänemark bis 58 Jahren in Nordzypern.
Diese Seite ist für Frauen und Paare aus Deutschland geschrieben, die über eine Eizellspende nachdenken und wissen wollen, in welchem Land, zu welchen Bedingungen und zu welchem Preis sie möglich ist. Wir vergleichen seit mehr als zehn Jahren Kinderwunschkliniken im Ausland und vermitteln Patientinnen an geprüfte Kliniken. Unsere Schwesterseite Eizellspendefreunde führt die Länderdaten im Detail; die wichtigsten Zahlen daraus finden Sie hier mit Quellenangabe.
Warum Patientinnen aus Deutschland für die Eizellspende ins Ausland gehen
Das Embryonenschutzgesetz verbietet die Eizellspende in Deutschland seit 1991. Strafbar machen sich Ärztinnen und Ärzte, die eine fremde Eizelle übertragen; die Patientin und die Spenderin bleiben straffrei, auch wenn die Behandlung im Ausland stattfindet. Deutschland und Luxemburg sind die einzigen EU-Länder mit einem solchen Verbot. Gesundheitsministerin Nina Warken hat im März 2026 vorgeschlagen, die Spende bereits entnommener Eizellen zu erlauben; SPD und Grüne zeigen sich offen, einen Gesetzentwurf gibt es noch nicht. Bis dahin bleibt die Eizellspende für Patientinnen aus Deutschland eine Behandlung im Ausland.
Dass das Gesetz der Hauptgrund ist, zeigt die IVF-Media-Patientenbefragung unter 1.189 Patientinnen und Patienten: 61 Prozent der Befragten aus Deutschland, Österreich und der Schweiz nannten die Gesetze im Heimatland als Grund für die Behandlung im Ausland, 51 Prozent zogen eine Behandlung mit Spendereizellen in Betracht. Über alle Länder hinweg fasst Eizellspendefreunde die Ergebnisse so zusammen:
“Die wichtigsten Gründe waren die Kosten (41 %), restriktive Gesetze im Heimatland (35 %), verfügbare Behandlungsmöglichkeiten (35 %).”
Eizellspendefreunde, eizellspendefreunde.de, nach der IVF-Media-Patientenbefragung, ivfmedia.org
Der zweite Grund ist medizinisch: Ab etwa 42 Jahren sinkt die Qualität der eigenen Eizellen so stark, dass die Chance pro IVF-Zyklus unter zehn Prozent fällt. Mit Spendereizellen liegt sie in guten Kliniken bei 50 bis 65 Prozent pro Transfer, unabhängig vom Alter der Empfängerin. Was in diesem Alter möglich ist, erklärt unser Ratgeber Kinderwunsch über 45 oder 50: Was ist medizinisch möglich?.
In welchen Ländern ist die Eizellspende erlaubt?
Die Eizellspende ist in Spanien, Tschechien, Griechenland, Portugal, Nordzypern, Dänemark, Polen, Lettland, Belgien, den Niederlanden, Österreich und der Schweiz erlaubt. Für Patientinnen aus Deutschland zählen vor allem die Länder, die Ausländerinnen ohne Wartezeit behandeln und eine klare Rechtslage haben. Die Länder unterscheiden sich bei drei Punkten: der Altersgrenze der Empfängerin, der Anonymität der Spenderin und dem Preis.
| Land | Altersgrenze Empfängerin | Spenderin | Kosten Eizellspende | Wartezeit |
|---|---|---|---|---|
| Spanien | 50 Jahre, einzelne Kliniken behandeln ältere Patientinnen | anonym | 5.900 bis 11.000 Euro | praktisch keine |
| Tschechien | 48 Jahre plus 12 Monate (bis zum 49. Geburtstag) | anonym | 4.500 bis 8.000 Euro | wenige Wochen |
| Griechenland | 54 Jahre, über 50 mit Zusatzkriterien | anonym | 5.000 bis 8.000 Euro | wenige Wochen |
| Portugal | 50 Jahre | offen, das Kind kann die Spenderin ab 18 kennenlernen | 6.300 bis 7.300 Euro | Wochen bis Monate |
| Nordzypern | 58 Jahre, mit Genehmigung | anonym | 4.500 bis 6.000 Euro | wenige Wochen |
| Dänemark | etwa 45 Jahre | anonym oder offen, nach Wahl | 7.000 bis 8.300 Euro | Wochen bis Monate |
| Polen | keine gesetzliche Grenze | anonym | 4.000 bis 7.000 Euro | wenige Wochen |
| Lettland | keine gesetzliche Grenze, die Klinik entscheidet | anonym | 5.000 bis 8.000 Euro | wenige Wochen |
| Deutschland | – | verboten | – | – |
Die Altersgrenzen und Preise in dieser Tabelle entsprechen den Länderdaten auf eizellspendefreunde.de. Die Kliniken selbst legen innerhalb des gesetzlichen Rahmens eigene Grenzen fest; fragen Sie vor der Anmeldung nach.
Eizellspende in Spanien
Spanien ist das Land mit der meisten Erfahrung in Europa. Spanien ist derzeit das gefragteste Ziel für die Eizellspende und steht für rund 44 Prozent aller Anfragen bei Eizellspendefreunde. Die Spende ist nach dem Gesetz 14/2006 anonym, die Spenderin wird nach äußeren Merkmalen und Blutgruppe zur Empfängerin ausgewählt, und viele Kliniken haben eigene Eizellbanken. Die Altersgrenze für die Eizellspende liegt in Spanien bei 50 Jahren. Eine Eizellspende kostet in Spanien zwischen 5.900 und 11.000 Euro. Deutschsprachige Betreuung bieten unter anderem Instituto Bernabeu, IVI, Clinica Tambre und UR Vistahermosa. Mehr dazu unter IVF-Behandlung in Spanien und Eizellspende in Spanien: Altersgrenze, Chancen und Voraussetzungen.
Eizellspende in Tschechien
Tschechien ist für Patientinnen aus Bayern, Sachsen und Berlin das nächstgelegene Land. Die Eizellspende ist durch das Gesetz 373/2011 geregelt, freiwillig, unbezahlt und streng anonym. Die Altersgrenze für die Empfängerin liegt in Tschechien bei 48 Jahren plus 12 Monaten, also bis zum 49. Geburtstag. Eine Eizellspende kostet in Tschechien zwischen 4.500 und 8.000 Euro. Prag und Brünn haben die meisten Kliniken mit deutschsprachigen Koordinatorinnen: IVF CUBE, Gynem, Unica. Mehr dazu unter IVF-Behandlung in Tschechien und Die besten Kinderwunschkliniken in Prag.
Eizellspende in Griechenland
Griechenland hat die höchste Altersgrenze in der EU. Die Eizellspende ist in Griechenland bis zum Alter von 54 Jahren erlaubt, über 50 mit zusätzlichen medizinischen Kriterien. Die Spende ist anonym, alleinstehende Frauen werden behandelt, und die Preise liegen unter dem spanischen Niveau: Eine Eizellspende kostet in Griechenland zwischen 5.000 und 8.000 Euro. Kliniken auf dieser Seite: NewLife IVF Greece, emBIO Medical Center, Assisting Nature. Mehr dazu unter IVF-Behandlung in Griechenland und IVF in Griechenland über 50.
Eizellspende in Portugal
Portugal ist das Land für Paare, denen wichtig ist, dass ihr Kind die Spenderin später kennenlernen kann. Die Eizellspende ist in Portugal nicht anonym; das Kind kann ab dem 18. Geburtstag die Identität der Spenderin erfahren. Die Altersgrenze liegt bei 50 Jahren, eine Eizellspende kostet zwischen 6.300 und 7.300 Euro, und Portugal erlaubt auch die ROPA-Methode für lesbische Paare. Kliniken: Ferticentro, IERA Lisboa. Mehr dazu unter IVF-Behandlung in Portugal.
Eizellspende in Nordzypern
Nordzypern hat die höchste Altersgrenze und die niedrigsten Preise. Die Eizellspende ist in Nordzypern bis zum Alter von 58 Jahren möglich, über 50 mit Genehmigung des Gesundheitsministeriums. Die Spende ist anonym, eine Eizellspende kostet zwischen 4.500 und 6.000 Euro. Kliniken: Cyprus IVF Hospital, Dunya IVF. Mehr dazu unter IVF-Behandlung in Nordzypern.
Eizellspende in Dänemark, Polen und Lettland
Dänemark lässt die Patientin wählen, ob die Spenderin anonym oder offen sein soll; die Altersgrenze liegt bei etwa 45 Jahren, eine Eizellspende kostet zwischen 7.000 und 8.300 Euro, und die Kliniken nahe der deutschen Grenze arbeiten mit deutschsprachigem Personal. Polen kennt keine gesetzliche Altersgrenze für die Eizellspende, die Spende ist anonym und die Preise gehören zu den niedrigsten in der EU. In Lettland entscheidet die Klinik über das Höchstalter, die Spende ist anonym. Mehr dazu unter IVF-Behandlung in Dänemark, IVF-Behandlung in Polen und IVF-Behandlung in Lettland.
Was kostet eine Eizellspende im Ausland?
Eine IVF-Behandlung mit gespendeten Eizellen kostet im Ausland in verifizierten europäischen Kliniken 4.000 bis 11.000 Euro. Diese Spanne gilt für Spanien, Tschechien, Griechenland, Portugal, Nordzypern und Polen und entspricht der Preisübersicht auf eizellspendefreunde.de. Im Preis enthalten sind meist die Auswahl und Stimulation der Spenderin, die Eizellentnahme, ICSI, die Embryokultur und ein Transfer. Nicht enthalten sind in der Regel die Medikamente der Empfängerin (200 bis 600 Euro), die Voruntersuchungen in Deutschland, das Einfrieren übriger Embryonen, PGT-A sowie Reise und Unterkunft für zwei Aufenthalte.
Viele Kliniken bieten Pakete mit einer garantierten Zahl von Eizellen oder Blastozysten an, einige auch Programme mit Geldzurückgarantie bei ausbleibender Geburt. Was diese Programme kosten und wann sie sich lohnen, steht in IVF-Rückerstattungsprogramme: wie viel kosten sie und sind sie es wert?. Die Preise einzelner Kliniken vergleichen Sie mit unserem IVF-Kostenrechner.
Die gesetzliche Krankenkasse übernimmt keine Kosten für eine Eizellspende im Ausland, weil die Behandlung in Deutschland verboten ist; auch der Bundesfinanzhof erkennt die Kosten nicht als außergewöhnliche Belastung an. Einzelheiten unter Rückerstattung für IVF-Behandlungen im Ausland.
Unter den 198 Befragten aus Deutschland, Österreich und der Schweiz wurde die restriktive Gesetzgebung 120-mal als Grund für den Weg ins Ausland genannt, doppelt so oft wie der zweithäufigste Grund, die Verfügbarkeit der gewünschten Behandlung mit 60 Nennungen. 51 Prozent dieser Gruppe suchten eine Behandlung mit gespendeten Eizellen.
Quelle: Warum so viele Paare aus Deutschland, Österreich und der Schweiz für die Kinderwunschbehandlung ins Ausland gehen, Kinderwunsch-im-Ausland.de, IVF-Media-Patientenbefragung unter 1.189 Patientinnen und Patienten, davon 198 aus dem deutschsprachigen Raum
Wie hoch sind die Erfolgsraten?
Die Eizellspende ist die Kinderwunschbehandlung mit den höchsten Erfolgsraten. In Spanien lag die durchschnittliche Erfolgsquote der Eizellspende laut dem ESHRE-Register bei 54,6 Prozent pro Transfer; Eizellspendefreunde nennt für geprüfte Kliniken in Europa eine Schwangerschaftsrate von etwa 53 Prozent pro Transfer eines frischen Embryos. Einzelne Kliniken veröffentlichen höhere Werte, meist als klinische Schwangerschaft pro Transfer und nicht als Lebendgeburt pro begonnenem Zyklus. Wie Sie solche Zahlen lesen und vergleichen, erklären wir in Warum gibt es so viele Unterschiede bei den Erfolgsquoten von Eizellspenden im Ausland?.
Anonyme oder offene Spende: was für Ihr Kind wichtig ist
In Spanien, Tschechien, Griechenland, Polen, Lettland und Nordzypern ist die Eizellspende anonym. Die Klinik gibt Alter, Blutgruppe und äußere Merkmale der Spenderin weiter, nicht ihre Identität; das Kind kann die Spenderin später nicht ausfindig machen. In Portugal ist die Spende offen, in Dänemark können Sie zwischen beiden Modellen wählen. Für Samenspenden gilt in Deutschland seit 2018 ein Auskunftsrecht des Kindes; für Eizellspenden im Ausland gibt es keine vergleichbare Regel, weil die Behandlung nicht unter deutsches Recht fällt. Viele Paare entscheiden sich bewusst für ein offenes Modell, andere für die Anonymität; beides ist vertretbar, wichtig ist, dass Sie die Entscheidung vor der Behandlung treffen und mit dem Kind später offen umgehen können.
Wie läuft eine Eizellspende im Ausland ab?
Der Ablauf ist in allen Ländern ähnlich und dauert von der ersten Beratung bis zum Transfer meist zwei bis drei Monate.
- Erstgespräch und Unterlagen. Die Klinik prüft Ihre Befunde, meist per Videogespräch auf Deutsch. Voruntersuchungen wie Ultraschall, Hormonwerte und Infektionsserologie können Sie bei Ihrer Frauenärztin in Deutschland machen lassen.
- Auswahl der Spenderin. Die Klinik sucht eine Spenderin, die zu Ihren äußeren Merkmalen und Ihrer Blutgruppe passt. Die meisten Kliniken im Ausland vermitteln innerhalb von vier bis acht Wochen eine Eizellspenderin. Spenderinnen sind in der Regel zwischen 18 und 35 Jahre alt und werden medizinisch, genetisch und psychologisch untersucht.
- Vorbereitung der Gebärmutterschleimhaut. Sie nehmen Östrogen und später Progesteron, damit sich die Schleimhaut auf den Transfer vorbereitet. Die Kontrollen laufen in Deutschland, die Klinik steuert das Protokoll.
- Befruchtung und Embryokultur. Die Eizellen der Spenderin werden mit dem Sperma Ihres Partners oder eines Spenders befruchtet, meist per ICSI, und bis zum Blastozystenstadium kultiviert. Bei eingefrorenen Spendereizellen oder einem Kryotransfer entfällt die Synchronisation mit der Spenderin.
- Transfer. Ein Embryo wird in die Gebärmutter übertragen; die meisten Kliniken übertragen nur einen, um Mehrlinge zu vermeiden. Übrige Embryonen werden eingefroren. Für den Transfer sind Sie ein bis zwei Tage vor Ort.
- Schwangerschaftstest und Weiterbetreuung. Nach etwa zehn bis zwölf Tagen folgt der Bluttest. Die Schwangerschaft betreut Ihre Frauenärztin in Deutschland wie jede andere.
Was Sie die Klinik vor der Anmeldung fragen sollten
- Woher kommen die Spenderinnen, und wie viele Bewerberinnen werden abgelehnt?
- Wie werden die Spenderinnen untersucht, und wird eine genetische Trägerdiagnostik gemacht?
- Wie oft darf eine Spenderin spenden, und teilt sie ihre Eizellen mit einem anderen Paar?
- Werden frische oder eingefrorene Eizellen verwendet, und wie viele Eizellen oder Blastozysten sind garantiert?
- Welche Informationen über die Spenderin bekomme ich, und wann?
- Kann dieselbe Spenderin für ein Geschwisterkind reserviert werden?
- Wie ist die Lebendgeburtenrate pro begonnenem Zyklus, nicht nur die Schwangerschaftsrate pro Transfer?
- Was kostet der komplette Versuch inklusive Medikamente, ICSI, Kryokonservierung und eines zweiten Transfers?
- Welche Untersuchungen kann ich in Deutschland machen lassen, und wie viele Reisen sind nötig?
- Gibt es eine Ansprechpartnerin, die Deutsch spricht?
Die vollständige Checkliste für die Klinikwahl steht in Wie wählt man die beste Kinderwunschklinik im Ausland aus?.
Rechtliche Hinweise für Patientinnen aus Deutschland
Rechtliche Mutter ist nach § 1591 BGB die Frau, die das Kind zur Welt bringt. Ein Kind aus einer Eizellspende im Ausland ist von Geburt an Ihr Kind; eine Adoption oder Anerkennung ist nicht nötig. Die Behandlung im Ausland ist für Sie und Ihren Partner nicht strafbar. Was Sie beachten sollten: Lassen Sie sich die Behandlungsunterlagen auf Deutsch oder Englisch geben, klären Sie vorab, wie übrige Embryonen gelagert oder transportiert werden können, und sprechen Sie mit Ihrer Frauenärztin in Deutschland, bevor Sie die Medikamente beginnen; die meisten begleiten eine Eizellspende im Ausland ohne Vorbehalte.
Beratung
Die Kliniken im Ausland bieten eine psychologische Beratung an, für internationale Patientinnen ist sie meist freiwillig. Viele Paare empfinden ein Gespräch mit einer Beratungsstelle in Deutschland als hilfreich, zum Beispiel über das Beratungsnetzwerk Kinderwunsch Deutschland (BKiD), auch wenn die Behandlung selbst im Ausland stattfindet. Erfahrungen anderer Patientinnen lesen Sie in unseren Fallstudien, etwa Fehlgeschlagene IVF und IVF mit Eizellspende: Erfolgsgeschichte und Die Kinderwunschreise von Natalie und Patrick.
Welche Klinik passt zu Ihnen? Schildern Sie uns kurz Ihre Situation: Alter, bisherige Behandlungen, Wunschland, anonym oder offen. Wir schlagen Ihnen unverbindlich zwei bis drei geprüfte Kliniken für eine Eizellspende vor. Zur kostenlosen Patientenunterstützung
Eizellspende im Ausland: häufige Fragen
Warum ist die Eizellspende in Deutschland verboten?
Das Embryonenschutzgesetz von 1991 verbietet die Übertragung einer fremden Eizelle, um eine “gespaltene Mutterschaft” zwischen genetischer und austragender Mutter zu verhindern. Die Samenspende ist dagegen erlaubt. Eine Regierungskommission hat dieses Verbot als nicht mehr zeitgemäß bewertet, und seit März 2026 prüft die Bundesregierung eine Teillegalisierung.
Wer ist die Mutter bei einer Eizellspende?
Rechtlich die Frau, die das Kind zur Welt bringt (§ 1591 BGB). Genetisch stammt die Eizelle von der Spenderin, die Schwangerschaft prägt das Kind aber epigenetisch mit; dazu lesen Sie mehr unter Das Wohlbefinden von Eizellspenderinnen.
Wie hoch ist die Chance, mit einer Eizellspende schwanger zu werden?
In geprüften europäischen Kliniken liegt die Schwangerschaftsrate bei etwa 53 Prozent pro Transfer eines frischen Embryos, in Spanien laut ESHRE-Register bei 54,6 Prozent. Nach zwei bis drei Transfers werden rund 80 bis 90 Prozent der Patientinnen schwanger.
Bis zu welchem Alter ist eine Eizellspende möglich?
Die Altersgrenzen reichen von etwa 45 Jahren in Dänemark über 49 in Tschechien und 50 in Spanien und Portugal bis 54 in Griechenland und 58 in Nordzypern. Polen und Lettland haben keine gesetzliche Grenze.
Wie lange dauert es, bis eine Spenderin gefunden ist?
In Spanien, Tschechien, Griechenland und Nordzypern meist vier bis acht Wochen, weil die Kliniken eigene Spenderinnenpools und Eizellbanken haben. In Ländern mit offener Spende wie Portugal oder Dänemark kann es einige Monate dauern.
Wie viel Geld bekommt eine Eizellspenderin?
Die Spende ist in allen EU-Ländern unbezahlt; die Spenderin bekommt eine Aufwandsentschädigung, in Spanien und Tschechien rund 1.000 Euro, in Dänemark etwa 7.200 Kronen. Diese Seite richtet sich an Empfängerinnen; wer selbst spenden möchte, wendet sich direkt an eine Klinik im jeweiligen Land.
Kann ich eine Eizellspende als alleinstehende Frau machen?
Ja, in Spanien, Tschechien, Griechenland, Portugal, Dänemark und Nordzypern. Dann wird zusätzlich Spendersamen eingesetzt, oder Sie entscheiden sich für eine Embryonenspende. Mehr dazu unter IVF für alleinstehende Frauen und Embryonenspende: Kosten und Verfügbarkeit.
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- Bestes Land für Eizellspende im Ausland (Eizellspendefreunde)
Quellen
- Embryonenschutzgesetz § 1 Abs. 1 Nr. 1 und 2, gesetze-im-internet.de
- Eizellspendefreunde: Bestes Land für Eizellspende im Ausland und IVF-Kosten-Leitfaden, eizellspendefreunde.de
- IVF Media: Seeking IVF Treatment Abroad – What 1,189 Patients Told Us, ivfmedia.org
- ESHRE European IVF Monitoring (EIM) Report, Daten für Spanien
- Ley 14/2006 sobre técnicas de reproducción humana asistida (Spanien); Gesetz 373/2011 Sb. (Tschechien); griechisches Gesetz 3305/2005 und 4958/2022
- Deutsches Ärzteblatt und ZDF, März 2026, zum Vorschlag von Gesundheitsministerin Warken

